Yin und Yang
Yin und Yang werden in westlichen Ländern häufig als Gegensätze verstanden,
vielmehr handelt es sich jedoch um komplementäre Elemente oder auch duale
Gegensätze. Das Eine kann ohne das Andere nicht sein, sie ergänzen sich
gegenseitig. Jedes enthält den Keim des Anderen in sich. Dies wird auch in der
symbolischen Darstellung deutlich, dargestellt als Zyklen die ineinander
übergehen, ähnlich wie Tag und Nacht. Sie treten nie isoliert auf und stehen
permanent in Relation zueinander. Yin und Yang beschreiben die Stadien einer
zyklischen Bewegung zwischen Veränderung und Gleichgewicht. Am anschaulichsten
fällt der Vergleich mit einem Magneten aus. Betrachtet man Plus- und Minuspol,
so ist überall der Einfluss beider Pole, die sich gegenseitig beeinflussen.
Das Yin steht für die Nacht, das Dunkel oder das Kalte während das Yang den
Tag, die Sonne oder auch Wärme repräsentiert. Wie der Tag in die Nacht mündet
scheinen auch Yang und Yin in Ihrer symbolischen Darstellung ineinander
überzugehen. Es gibt immer 2 Zustände, zwischen diesen beiden Polen herrscht
niemals Stillstand, sie stehen in einem stetigen Wechselspiel. Das Eine kann
ohne das Andere nicht sein. Es reicht nicht eines der Elemente zu besitzen,
notwendig ist eine Balance, die es ermöglicht eine harmonische Einheit aus Yin
und Yang zu bilden. Bei einer Therapie ist es daher notwendig beide Seiten zu
harmonisieren. Nicht jede Behandlungsmethode ist geeignet für jede Art von
Störung. Der Therapeut muss nach erfolgter chinesischer Diagnose die günstigste
Behandlungsmethode auswählen und den Patienten harmonisieren.
Aus der Tatsache, das Yin immer etwas Yang besitzt und umgekehrt, ist bei der
Therapie der Optimalzustand erreicht, wenn der Patient Yin und Yang im
absoluten Gleichgewicht in sich trägt. In der westlichen Terminologie sagt man
"er ruht in seiner Mitte". Ein Ungleichgewicht dieser beiden Elemente kann
damit zu Befindlichkeitsstörungen führen.
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