Qi, Xue und Säfte
Die menschlichen Energien finden ihre Entsprechung innerhalb der traditionellen Chinesischen Medizin in den beiden Begriffen Qi (gesprochen TSCHI) und
Xue (gesprochen XIÖ). Im energetischen Konzept der TCM gibt es eine Vielzahl von menschlichen Säften, die bei genauer Betrachtung jedoch alle den
vorgenannten Qi und Xue zugeordnet werden können. Qi tritt aber nicht nur im menschlichen Körper auf, sondern es existiert auch in der Umwelt und kann
den menschlichen Kräftehaushalt beeinflussen. Die Luft wird als himmlisches Qi bezeichnet, welches wir mit der Lunge aufnehmen, Nahrungs-Qi wird über
unser Essen aufgenommen.
Xue beschreibt neben seiner Hauptbedeutung Blut auch alle anderen nährenden Körpersäfte wie Tränen, Speichel, Schweiß oder Muttermilch. Aufgabe des Xue
ist die Ernährung und Befeuchtung des Körpers. Allgemein werden die stofflichen Energieträger des Menschen, die das Qi enthalten als Xue bezeichnet,
während das Qi als nicht materielle Energie auftritt. Es findet also ein Austausch von Qi mit der Umwelt statt, welchen man auch trainieren kann. Qi Gong
oder Tai Ji sind bekannte Methoden um den Fluss des Qi zu steuern.
Fehlendes Qi kann zu einer Reihe von Symptomen führen. Diesen Symptomen kann der erfahrene Therapeut begegnen, indem er das Qi in geeigneter Weise
stärkt und ergänzt. Wenn das Qi blockiert ist, dann muss es gelöst werden, denn das Qi muss immer in Bewegung sein. Das Qi kann nicht einfach als
Energie im westlichen Sinne übersetzt werden. In der Traditionellen Chinesischen Medizin bezeichnet das Qi den Ursprung allen Seins. Durch das Qi wird
der Mensch körperlich und geistig gesund erhalten. Qi steuert alle Prozesse im Körper, zum Beispiel die Atmung, Blutzirkulation und Verdauung.
Ohne Qi stirbt ein Mensch.
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